Blogeintrag

Diversität Vokabeln

Übersicht der aktuellen Vokabeln zu Diversität. Werde Teil der Diskussion!

Hinweis: bitte beachtet, dass die Seite Diversität Vokabeln aus Contenten anderer Seiten zusammengestellt ist. Jede Beschreibung ist also ein direktes oder inhaltliches Zitat. Zuletzt aktualisiert am 06.06.2022: racial gaslighting

Wozu Diversität Vokabeln?

In meinem Blogeintrag Das Handbuch für political correctness stellte ich dar, dass Anti-Diskriminierung kein Vokabelheft ist, sondern ein Mindset, eine innere Haltung.
Aber Sprache verändert sich – zusammen mit der Gesellschaft und ihrem Zeitgeist. Diversität ist in aller Munde. Damit die Diskussion um Diversität ebenfalls divers bleibt und sich einige Menschen nicht abgehängt fühlen, möchte ich hier eine Auflistung der wichtigsten Begriffe starten und diese konstant aktualisieren.
Halte Deinen Geist fit und bleib bis zuletzt die Stimme der positiven Veränderung!

A

AAPI engl. Asian American and Pacific Islander (Quelle: Oprah Daily)

Ableismus bedeutet, dass Menschen mit Behinderungen ausschließlich auf ihre Beeinträchtigung reduziert werden. Damit einher geht eine Abwertung (wegen einer Beeinträchtigung) oder aber eine Aufwertung (trotz einer Beeinträchtigung). Damit erleben behinderte Menschen durch den Ableismus das, was Menschen mit Migrationshintergrund durch den Rassismus widerfährt oder Frauen durch Sexismus erleben. In jedem Fall werden die Betroffenen nicht als gleichberechtigte Gegenüber wahrgenommen, sondern etikettiert und auf- oder abgewertet. (Quelle: Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen)

B

Barrierefreies Bauen deutsche DIN Norm; Ziel dieser Norm ist die Barrierefreiheit baulicher Anlagen, damit sie für Menschen mit Behinderungen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind (nach § 4 BGG Behindertengleichstellungsgesetz). (Quelle: Nullbarriere)
siehe „Menschen mit Behinderung“ weiter unten

binäre Geschlechterordnung kennt nur zwei Geschlechter, männlich und weiblich und sieht Heterosexualität, die sexuelle Anziehung zwischen diesen beiden Geschlechtern, als das Naturgegebene an. (Quelle: Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung e.V.)

BiPoC engl., Abkürzung für Black, Indigenous, People of Color. Bedeutet auf Deutsch Schwarz, Indigen und der Begriff People of Color wird nicht übersetzt. All diese Begriffe sind politische Selbstbezeichnungen. Das bedeutet, sie sind aus einem Widerstand entstanden und stehen bis heute für die Kämpfe gegen diese Unterdrückungen und für mehr Gleichberechtigung.(Quelle: Migrationsrat)
siehe „PoC“ weiter unten

C

Cis Als Cisgender werden Menschen bezeichnet, deren Geschlechtsidentität demjenigen Geschlecht entspricht, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. (Quelle: Tagesspiegel)

D

DEIB engl. ist ein Unternehmenswert; steht für Diversity (Diversität), Equity (Fairness), Inclusion (Inklusion), Belonging (Zugehörigkeit) (Quelle: Wilson HCG)

dezentrieren/decenter „In den letzten Jahren und insbesondere seit dem Sommer 2020 sind Organisationen offener für Diskussionen über weiße Vorherrschaft, weiße Privilegien und Antirassismus. Obwohl diese Entwicklung vielversprechend ist, liegt in der DEI-Arbeit und den Antirassismusbemühungen immer noch ein starker Fokus auf weißen Gefühlen und Emotionen. Viele der populären Anti-Rassismus-Bücher, die in den letzten Jahren die Bestsellerlisten dominierten, tragen zur weißzentrierten Diversitätserziehung bei. Damit DEI und Antirassismusarbeit effektiv sind, muss weniger Aufwand darauf verwendet werden, Weiße zu pampern und zu zentrieren. Es muss mehr Energie darauf verwendet werden, die spezifischen Bedürfnisse der am stärksten marginalisierten Gruppen aufzudecken, um zu verstehen, wie Unterstützungssysteme implementiert werden können, die Sicherheit und Wohlbefinden fördern.“ (Quelle: Forbes)

Diversität Mit dem Diversitätsbegriff werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Menschen (z.B. Geschlecht/Gender, Alter/Generation, Ethnizität, Familienstand, ökonomische Situation, Berufserfahrung, Religion/Weltanschauung) positiv betrachtet und wertgeschätzt. Vielfaltsfördernde Maßnahmen haben somit den Abbau von Benachteiligungen sowie Chancengleichheit, Gleichstellung, Partizipation und Inklusion zum Ziel. In diesem Kontext benennt Diversität also die Gesamtheit der Maßnahmen, die dazu führen, dass alle Persönlichkeitsmerkmale als Ressource betrachtet werden und Vielfalt respektiert, anerkannt und wertgeschätzt wird. (Quelle: Gender Forschung Kunst Uni Graz)

E

Edutainment engl. setzt sich aus den Begriffen education (Bildung) und entertainment (Unterhaltung) zusammen und beschreibt die unterhaltsame Wissensvermittlung mit Hilfe neuer und digitaler Medien. Der Lerntransfer soll dabei einen großen Unterhaltungswert haben: Durch diese Verbindung von Unterhaltung und Bildung steigert sich die Lernmotivation aller Beteiligten enorm, wodurch auch der Lerneffekt wächst. (Quelle: Blink.it)

F

Feminismus Oberbegriff für verschiedene Strömungen, die sich für die Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und Freiheit aller Geschlechter, v. a. von Frauen, und gegen Sexismus einsetzen, z. B. durch das Anstreben einer grundlegenden Veränderung gesellschaftlicher Normen (z. B. der traditionellen Rollenverteilung) und der patriarchalischen Kultur (Quelle: Duden)

Fetischisierung bedeutet, wenn Menschen basierend auf Grund einer vermeintlichen Andersartigkeit auf sexualisierende Weise zu Objekten gemacht werden. (Quelle: Migrationsrat)
siehe dazu vor allem Unterwürfig, verfügbar, willigvon Minh Thu Tran für Süddeutsche Zeitung

G

Geschlechternorm (engl. gender norm) Vorstellung darüber, wie Frauen und Männer jeweils sein und handeln sollten. Früh im Leben verinnerlicht, können Geschlechternormen einen Lebenszyklus der Geschlechtersozialisation und -stereotypisierung begründen. (Quelle: Eige)

H

Heteronormativität Als gesellschaftliches Ordnungsprinzip, das Geschlecht und Sexualität normiert, beschreibt Heteronormativität ein binäres Geschlechtersystem, das ausschließlich zwei Geschlechter akzeptiert. Diese stehen in einem hierarchischen Verhältnis zueinander, das Männlichkeit über Weiblichkeit stellt. Gleichzeitig schreibt Heteronormativität eine Übereinstimmung des biologischen und psychosozialen Geschlechts und ein auf das jeweilige Gegengeschlecht ausgerichtetes (heterosexuelles) Begehren vor. Dies führt zur Ausgrenzung und Sanktionierung von Personen, die dieser Ordnung nicht entsprechen. Dazu gehören z.B. Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans*. (Quelle: Universität zu Köln)

I

Inklusion Als soziologischer Begriff beschreibt das Konzept der Inklusion eine Gesellschaft, in der jeder Mensch akzeptiert wird und gleichberechtigt und selbstbestimmt an dieser teilhaben kann – unabhängig von Geschlecht, Alter oder Herkunft, von Religionszugehörigkeit oder Bildung, von eventuellen Behinderungen oder sonstigen individuellen Merkmalen.
In der inklusiven Gesellschaft gibt es keine definierte Normalität, die jedes Mitglied dieser Gesellschaft anzustreben oder zu erfüllen hat. Normal ist allein die Tatsache, dass Unterschiede vorhanden sind. Diese Unterschiede werden als Bereicherung aufgefasst und haben keine Auswirkungen auf das selbstverständliche Recht der Individuen auf Teilhabe. (Quelle: Inklusion Schule)

Intersektionalität Mehrfachdiskriminierung gegenüber einer Person. Zum Beispiel durch Sexismus, und Rassismus oder Ableismus (Quelle: Pinkstinks Germany)
„Mit schwarzen Frauen als Ausgangspunkt wird deutlicher, wie dominante Vorstellungen von Diskriminierung uns dazu bringen, Unterordnung als Benachteiligung entlang einer einzigen kategorialen Achse zu betrachten. Ich möchte weiter darauf hinweisen, dass dieser einachsige Rahmen schwarze Frauen bei der Konzeptualisierung, Identifizierung und Behebung von race– und Geschlechtsdiskriminierung auslöscht, indem die Untersuchung auf den Erfahrungen von ansonsten privilegierten Mitgliedern der Gruppe beschränkt wird. Mit anderen Worten, in Fällen von Rassismus wird die Diskriminierung tendenziell im Hinblick auf geschlechts- oder klassenprivilegierte Schwarze betrachtet; in Fällen von Diskriminierung aufgrund des Geschlechts liegt der Schwerpunkt auf race– und klassenprivilegierten Frauen. Diese Fokussierung auf die privilegiertesten Gruppenmitglieder grenzt die Mehrfachbelasteten aus und verschleiert Ansprüche, die nicht als Ergebnis separater Diskriminierungsquellen verstanden werden können. […] Um schwarze Frauen einzubeziehen, müssen sich beide Bewegungen von früheren Ansätzen distanzieren, bei denen Erfahrungen nur dann relevant sind, wenn sie auf bestimmte klar erkennbare Ursachen bezogen sind (z. B. ist die Unterdrückung von Schwarzen aufgrund von race von Bedeutung, die Unterdrückung von Frauen aufgrund des Geschlechts).“ (Quelle: Demarginalizing the Intersection of Race and Sex von Kimberle Crenshaw)

J

K

Klassismus Klassismus ist eine Diskriminierungsform, eine Unterdrückungsform ähnlich wie Rassismus, Sexismus, Ableism usw. […] So wie Rassismus sich auf ‚Rasse‘ bezieht, bezieht sich Klassismus auf Klasse. Das heißt, aufgrund einer Zuordnung zu einer bestimmten Klassenposition werden Menschen diskriminiert, unterdrückt – und nicht nur auf der Vorurteilsebene. […] Wir haben ein Bildungssystem in Deutschland, wo die Menschen sehr früh selektiert werden. Hauptschule, Realschule, Gymnasium. Dann gibt’s noch Förderschulen. Und danach wird ausgesiebt. Es gibt viele Studien, die sagen, dass das oftmals gar nichts mit Leistung zu tun hat. Ein ganz großer Teil hat mit der sozialen Herkunft zu tun. (Quelle: Deutschlandfunk Kultur)

L

Lateral Violence engl. Das Phänomen beschreibt, dass sich auf gesamtgesellschaftlicher Ebene benachteiligte Menschen als Reaktion auf ihre Unterdrückung gegeneinander wenden. Lateral Violence beschreibt, dass Menschen, die selbst gesellschaftlich diskriminiert sind, unterdrückende Denkschemata und Praktiken annehmen und diese reproduzieren – beispielsweise Rassismus, Sexismus und Homophobie. Beispielsweise können Frauen Sexismus reproduzieren, indem sie andere Frauen abwerten. (Quelle: jetzt)

LGBTQIA+ engl. oder LGBT sind englische Abkürzungen. Im Deutschen wird manchmal die Abkürzung LSBTTIQ (lesbisch, schwul, bisexuell, transgender, transsexuell, intersexuell, queer) verwendet. Lesben sind Frauen, die Frauen lieben. Schwule sind Männer, die Männer lieben. Bisexuelle verlieben sich in beide Geschlechter. Transgender sind Frauen, die in einem Männerkörper geboren sind, oder Männer, die in einem Frauenkörper geboren sind. Transsexuelle fühlen sich ebenfalls im falschen Körper geboren und verändern ihren Körper mit Hilfe von Hormonen und Operationen. Intersexuelle haben männliche und weibliche Geschlechtsteile. Und asexuelle Menschen haben wenig bis kein Interesse an sexuellen Handlungen. Das + in LGBTQIA+ verdeutlicht, dass es noch mehr sexuelle Identitäten oder Geschlechts-Identitäten gibt. Queer steht für alle Menschen, die von den traditionellen Geschlechterrollen und Partnermodellen abweichen. (Quelle: Handbook Germany)

M

marginalisieren ins Abseits schieben, zu etwas Unwichtigem, Nebensächlichem machen (Quelle: Duden)

Marginalisierung bezeichnet die Verdrängung von Individuen oder Bevölkerungsgruppen an den Rand der Gesellschaft. Die Verdrängung kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen, also zum Beispiel geografisch, wirtschaftlich, sozial oder kulturell sein; meist spielt sie sich auf mehreren Ebenen gleichzeitig ab. Marginalisierung findet in einem Machtgefüge statt und geht mit Diskriminierung einher: Je weiter am gesellschaftlichen Rand sich eine Gruppe befindet, desto weniger Macht hat sie und desto stärker ist sie gegenüber der gesellschaftlichen Mitte benachteiligt. (Quelle: Diversity Arts Culture)

Menschen mit Behinderung Der Begriff „Menschen mit Behinderungen“ wird in Artikel 1 Satz 2 der UN-Behindertenrechtskonvention definiert. Danach bezieht sich der Begriff „Menschen mit Behinderungen“ auf Menschen, die langfristige körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigungen haben, welche sie in Wechselwirkung mit verschiedenen Barrieren an der vollen, wirksamen und gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft hindern können. (Quelle: UN Behindertenrechtskonvention)

Microgression engl. Alltägliche, subtile, absichtliche – und oft unbeabsichtigte – Interaktionen oder Verhaltensweisen, die eine Art Voreingenommenheit gegenüber historisch marginalisierten Gruppen vermitteln. Also Verhaltensweisen, die rassistische Vorurteile beinhalten. z.B. Wenn jemand kommentiert, wie gut ein asiatischer Amerikaner Englisch spricht, also davon ausgeht, dass der asiatische Amerikaner nicht dort geboren wurde. Die Annahme, dass eine schwarze Person gefährlich oder gewalttätig ist, ist ein weiteres Beispiel. Eine häufige Erfahrung, über die schwarze Männer sprechen, ist, dass sie in Geschäften herumlaufen oder in einen Aufzug steigen und Menschen dazu bringen, sich zu entfernen und ihre Handtaschen oder Brieftaschen zu umklammern. (Quelle: NPR)

N

Non binär (engl. non binary) Nicht-binäre Menschen können sich sowohl als männlich als auch als weiblich oder weder als männlich noch als weiblich identifizieren. Sie haben vielleicht das Gefühl, dass ihr Geschlecht fließend ist, sich ändern und schwanken kann, oder vielleicht identifizieren sie sich dauerhaft nicht mit einem bestimmten Geschlecht. Die Vielfalt der in nicht-binären Gemeinschaften verwendeten Sprachen und Bezeichnungen bedeutet, dass nicht-binär zu einem umfassenden Oberbegriff geworden ist. Einige Beispiele für Begriffe, die häufig von nicht-binären Menschen verwendet werden, sind genderqueer, genderf *ck, neutrose , agender, gender-fluid, bigender und drittes Geschlecht. (Quelle: LGBT Foundation)

O

P

PoC engl. Der Begriff People of Color (im Singular Person of Color) ist eine Selbstbezeichnung von Menschen, die Rassismus erfahren. In dieser Bedeutung wird der Begriff seit der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung in den 1960ern verwendet. Als Wiederaneignung und positive Umdeutung der abwertenden Zuschreibung “colored” beschreibt People of Color ein solidarisches Bündnis von unterschiedlichen Communities, die strukturelle Ausschlusserfahrungen aufgrund von Rassismus machen. (Quelle: Diversity Arts Culure)

Political correctness engl. Einstellung, die alle Ausdrucksweisen und Handlungen ablehnt, durch die jemand aufgrund seiner ethnischen Herkunft, seines Geschlechts, seiner Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Schicht, seiner körperlichen oder geistigen Behinderung oder sexuellen Neigung diskriminiert wird (Quelle: Duden)
auch: PC, politically correct, Politische Korrektheit, politisch korrekt

Q

Queer engl. steht für alle Menschen, die von den traditionellen Geschlechterrollen und Partnermodellen abweichen. (Quelle: Handbook Germany)

R

racial gaslighting „Es war nur ein Witz, beruhige dich“, „Rassismus gibt es doch nicht mehr“ bis hin zu „Warum geht es immer um Rassismus?” – vermutlich bist du schon über den ein oder anderen Satz gestolpert oder hast bereits von Gaslighting ohne das Racial davor gehört? Dabei handelt es sich um ein psychologisches Phänomen, dass 1944 durch den gleichnamigen Thriller benannt wurde. Der Film handelte von einer jungen Frau, deren Mann langsam versucht, sie davon zu überzeugen, dass sie verrückt wird. Ich spoiler an dieser Stelle: Es gelingt ihm. Sorry! Gaslighting ist also ein Ausdruck, der manipulatives und psychologisch missbräuchliches Verhalten beschreibt, normalerweise in romantischen Beziehungen – aber es kann auch bei Freund:innen, Kolleg:innen oder Familienmitglieder:innen vorkommen. Racial Gaslighting ist jedoch speziell mit dem psychologischen Missbrauch im Zusammenhang mit Rassismus verbunden. (Quelle: RosaMag)

Rassismus Ideologien, welche die Menschheit in eine Anzahl von biologischen «Rassen» mit genetisch vererbbaren Eigenschaften einteilen und die so verstandenen «Rassen» hierarchisch einstufen. Das klassische Konzept war vorherrschend in der Epoche des europäischen Kolonialismus und Imperialismus bis nach dem Zweiten Weltkrieg. Diese pseudo-biologische Ideologie diente der Rechtfertigung des Kolonialismus, der Sklaverei, der Verbrechen der Nazis oder von Apartheidregimes. (Quelle: Human Rights)

S

Sexismus Vorstellung, nach der ein Geschlecht dem anderen von Natur aus überlegen sei, und die [daher für gerechtfertigt gehaltene] Diskriminierung, Unterdrückung, Zurücksetzung, Benachteiligung von Menschen, besonders der Frauen, aufgrund ihres Geschlechts (Quelle: Duden)

Stereotypisierung Stereotypisierungen gehören zu den kognitiven Konzepten, mit denen wir unsere alltäglichen Wahrnehmungen schnell und meist unbewusst ordnen und etikettieren, um sie unterscheiden zu können. Dazu werden einige wenige auffallende Merkmale herausgegriffen und verallgemeinert. […] Die Individualität eines Menschen oder die Besonderheit einer Situation kann daher nicht mehr wahrgenommen werden. Die Stereotypisierung der Anderen orientiert sich dabei immer an der Selbstwahrnehmung der stereotypisierenden Gruppe; d.h. den Anderen (Out-Group) werden Merkmale und Eigenschaften in der negativen Verkehrung der eigenen Merkmale und Eigenschaften (In-Group) zugeschrieben. Damit leiten Stereotypen immer eine Ab- bzw. Ausgrenzung ein. […] In gesteigerter Form behindern sie als kollektiv erlernte Vorurteile eine unvoreingenommene Wahrnehmung anderer Menschen. (Quelle: Uni Potsdam)

T

Toleranz Was ist Toleranz? Ist sie ein Wert? Ist sie gut oder schlecht? Um diese Fragen zu beantworten, geht Rainer Forst, Professor für Politische Theorie und Philosophie an der Universität Frankfurt, ganz analytisch vor. Für ihn besteht Toleranz zunächst aus drei Komponenten: 1. Ablehnung: Tolerieren können wir nur, was wir als falsch oder schlecht empfinden, so Forst. Was wir befürworten, müssten wir ja gar nicht tolerieren. Weil Ablehnung ein essenzieller Punkt ist, kann Toleranz laut Forst auch weder vollständige Bejahung von etwas noch Gleichgültigkeit bedeuten. 2. Akzeptanz: Außerdem, so Forst weiter, müssen wir Gründe akzeptieren, aus denen wir etwas tolerieren sollten, obwohl wir es eigentlich ablehnen. Das Grundrecht der Religionsfreiheit könnte beispielsweise ein solcher Grund sein. 3. Zurückweisung: Zur Toleranz gehören schließlich auch ihre Grenzen, erklärt Forst. Die müssten stärker wiegen als die Akzeptanz-Gründe und daher objektiver sein. Ein möglicher Grund, etwas zurückzuweisen, statt es zu akzeptieren, könnte etwa die Verletzung von Menschenrechten sein. (Quelle: Deutschlandfunk Nova)

„Toleranz ist keine Lösung für Rassismus“ Zitat von Dramatiker René Pollesch (Quelle: Süddeutsche Zeitung)

U

V

Vorurteil ohne Prüfung der objektiven Tatsachen voreilig gefasste oder übernommene, meist von feindseligen Gefühlen gegen jemanden oder etwas geprägte Meinung (Quelle: Duden)

W

woke engl. Adjektiv Päteritum des Wortes „wake“. Bezieht sich heutzutage darauf, im politischen oder kulturellen Sinne bewusst oder gut informiert zu sein, insbesondere in Bezug auf Probleme, die marginalisierte Gemeinschaften betreffen – es beschreibt jemanden, der zu Problemen sozialer Ungerechtigkeit „aufgewacht“ ist. (Quelle: National World)

X

xe­no­phob allem Fremden, allen Fremden gegenüber negativ, feindlich eingestellt (Quelle: Duden)

Y

Z

ANDERE

#stopasianhate engl. Hashtag in Sozialen Medien, der auf Microgression, Rassismus und Gewalt gegen asiatisch gelesene Menschen aufmerksam machen soll, sowie deren Erfahrungen mit Diskriminierung vor und insbesondere während der Corona-Pandemie teilt. (Quelle: Vogue)

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